Siegesserie in Orange reisst
Durch den strömenden Regen der vergangenen Tage war der Rasen im Werd unbespielbar geworden, sodass die erste Mannschaft des FCOG zum ersten Mal in der Amtszeit von Trainer Adnan Mustafi ein Pflichtspiel auf dem heimischen Kunstrasen austragen musste. Dabei trat das Heimteam erneut in den zuletzt erfolgsbringenden orangen Trikots an.
Denkbar schlechter Start
Gleich zu Beginn folgte der erste Paukenschlag: Nach nur sieben Minuten lag der Ball hinter FCOG-Torhüter Pete Stäger im Netz. Was war passiert? Ein langer Abschlag von FCR-Torhüter Salgado wurde von Humberto da Silva unglücklich abgelenkt und fiel FCR-Stürmer Gabriel Machado in die Füsse, der den Ball aus 20 Metern ins Tor lupfen konnte. Das Problem dabei: Machado stand mehrere Meter im Abseits, als da Silva beim Klärungsversuch von einem Regensdorfer aktiv gestört wurde, sodass der Linienrichter die Fahne hob. Aus unerklärlichen Gründen gab der Schiedsrichter den Treffer trotzdem, was grossen Unmut beim Heimteam auslöste und den frühen Rückstand noch bitterer machte. In der Folge verhielt sich der favorisierte Gast aus Regensdorf überraschend passiv und überliess den Gastgebern das Spieldiktat. Es war ein Chancenplus für den FCOG auszumachen, wobei Luca Kälin die beste Chance der ersten Halbzeit hatte, diese wurde jedoch von FCR-Keeper Salgado zunichte gemacht.
Mangelnde Effizienz wird dem FCOG zum Verhängnis
Das gleiche Bild präsentierte sich in der zweiten Halbzeit: Der FCOG dominierte das Spiel phasenweise und konnte sich gute Chance herausspielen. Doch weder Gianluca Mergola noch Fabian Gröbli konnten den Ausgleich für das Heimteam erzielen. So bewahrheitete sich die alte Fussballweisheit «wer sie vorne nicht macht, kriegt sie hinten» einmal mehr: Nach einem Ballverlust in der Offensivbewegung setzten die Gäste aus Regensdorf zum blitzschnellen Konter an, den Leandro Lorito in der 84. Minute zum 0:2 verwandeln konnte. Somit war das Spiel gelaufen und der FC Regensdorf konnte drei Punkte aus dem Werd entführen.
Letzte schwierige Aufgabe vor der Winterpause
In diesem Spiel sah man den Unterschied zwischen Auf- und Absteiger sehr schön: Während der Aufsteiger aus Oetwil besser spielte, erzielte der Absteiger aus Regensdorf die Tore und spielte über das ganze Spiel hinweg sehr abgeklärt, ganz nach dem Motto «ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss». Im letzten Spiel vor der Winterpause misst sich der FCOG mit einem weiteren Spitzenteam, dem Zürich City SC. Was jedoch jetzt schon sicher ist: Der FCOG wird über dem Strich überwintern, womit ein erster Schritt in Richtung Saisonziel Ligaerhalt getan ist.